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„Wenn der liebe Gott gewollt hätte, dass wir Gitarristen werden, hätte er uns sechs Finger an jeder Hand gegeben!“

Ein ebenso unsinniges wie überzeugendes Motto, dass nur den wirren Gedanken eines Bassisten entspringen kann. Problematisch nur, dass Martin zunächst gar nicht wusste, dass er Bassist werden wird, weshalb er sich im zarten Alter von sieben Jahren zunächst dem Melodikaspiel widmete und erste Bühnenerfahrungen unter dem heimischen Weihnachtsbaum sammelte.

Seine überzeugenden Darbietungen von Werken wie „Ist ein Mann in ’n Brunn‘ gefallen“ oder „A, a, a, der Winter der ist da“, machten schnell ein breites Publikum auf ihn aufmerksam. Aber auch nüchtern betrachtet erkannte man bald, dass die Begrenztheit von Tasteninstrumenten Martin in seiner Kreativität bremsen würde, so dass man ihm zur Förderung seiner musikalischen Entwicklung empfahl, die Melodika mal ein bis zwei Dekaden nicht anzurühren.

Mit dem Anstieg der Gonadotropinkonzentration stieg auch Martins Revoluzzertum und er forderte seine Eltern unmissverständlich auf, ihm eine Gitarre zu kaufen, anderenfalls er sich nicht konfirmieren lassen würde.
Nichts Gutes ahnend, doch von dem Gedanken getrieben, das dies möglicherweise besser sein als eine Karriere als Gammler oder Rechtsanwalt, kauften sie ihm das begehrte Instrument und der Stern am Musikhimmel von Hamburg-Wandsbek ging ein zweites Mal auf.

Das wilde Rock ’n‘ Rollerleben forderte jedoch seinen Tribut und als Martin in einem Absurd-Rausch seinem Gegenüber ein Ohr abkaute entstand eben dieser legendäre Satz:

„Wenn der liebe Gott gewollt hätte, dass wir Gitarristen werden, hätte er uns sechs Finger an jeder Hand gegeben!“

Ein ebenso unsinniges wie überzeugendes Motto,